Anmelden
mycarePlus

Wie gefährlich ist das Coronavirus (COVID-19)?

Von Marcus Schulze, Apotheker bei mycare.de
Aktualisiert: 29.12.2021

Wie gefährlich ist das Coronavirus?

Am 11. März 2020 stufte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Krankheit Covid-19 als Pandemie ein. Der Grund dafür war, dass sich das Coronavirus, das auch unter SARS-CoV-2 bekannt ist, innerhalb kurzer Zeit weltweit ausgebreitet hatte. Sowohl das Virus als auch die Krankheit waren neu, es gab keine Impfstoffe und Medikamente. Mittlerweile ist es möglich, sich gegen Corona impfen zu lassen. Dennoch bleibt die Krankheit hochansteckend, schon vor dem Auftreten von ersten Symptomen. Neben leichten Symptomen kann Covid-19 auch schwere Verläufe mit Todesfolge auslösen. In diesem Ratgeber erfahren Sie alles wichtige zum Coronavirus - unter anderem zu den Testmöglichkeiten, den Impfungen und den Symptomen.

Kann ich mich zu Hause selbst auf SARS-CoV-2 testen?

Das Bundesgesundheitsministerium hat die Abgabe und den Verkauf von Schnelltests für medizinische Laien beschlossen. Künftig können Personen Antigentests erwerben und selbst durchführen.

Bisher war es lediglich möglich, sich von geschultem Personal und in vorgesehenen Einrichtungen testen zu lassen. Zur Bekämpfung der Pandemie sollen sich nun auch Personen zu Hause und ohne ärztliche Aufsicht selbst testen können. Die Abgabe und Durchführung ist durch die Medizinprodukte-Abgabeverordnung (MPAV) geregelt. Dafür wurde diese erweitert. Bislang galt nur eine Ausnahme für Tests zur Eigenanwendung: für HIV-Selbsttests.

Die bereits in Testzentren, Apotheken und Arztpraxen verwendeten Antigentests sind jedoch weiterhin nicht für die Abgabe an Laien bestimmt. Antigen-Tests für die Eigenanwendung sind inzwischen käuflich erwerbbar. Sie benötigen ein CE-Kennzeichen sowie einen Beipackzettel mit der richtigen Anleitung zur Handhabung des Selbsttests. Positive Testergebnisse sind dem Hausarzt und/oder dem zuständigen Gesundheitsamt zu melden, um weitere Schritte und Maßnahmen in die Wege zu leiten und das Ergebnis bestätigen zu lassen. Die Apothekenpflicht für diese Schnelltests besteht nicht.

Corona Selbsttest für Zuhause Weitere passende Produkte

Kann ich mich in der Apotheke auf Corona testen lassen?

Mit der Änderung der Coronavirus-Testverordnung können Apotheken seit dem 16. Januar 2021 damit beauftragt werden Corona Schnelltests durchzuführen. Dabei handelt es um Point-of-Care-Antigentests (kurz PoC-Test). Bei diesem Test ist keine Vorbereitung von Proben erforderlich. Er wird direkt an der Testperson durchgeführt sowie ausgewertet. Ein Test in der Apotheke ist jedoch nur für Kunden, die keine Krankheitssymptome aufweisen, vorgesehen. Sollten sich bereits Symptome zeigen, ist es nötig einen Arzt aufzusuchen.

Der PoC-Test wird ausschließlich von geschultem Personal direkt vor Ort mit einem Nasen-Rachen-Abstrich durchgeführt. Dieser Abstrich wird auf SARS-CoV-2-charakteristische Moleküle untersucht. Das positive oder negative Ergebnis wird auf einem Teststreifen mittels Reagenzien ermittelt und liegt innerhalb von wenigen Minuten vor. Sollte der Test positiv auf das Virus ausfallen, muss das Ergebnis noch mit einem PCR-Test geprüft werden.

Ein PCR-Test ist genauer als der Schnelltest und weist den Erreger direkt nach. Auch dort wird ein Nasen-Rachen-Abstrich vorgenommen, welcher in einem Labor analysiert wird. Es kann jedoch bis zu 2 Tagen oder bei sehr hohem Testaufkommen auch länger dauern, bis das Ergebnis vorliegt. Hierbei wird eine Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus entweder ausgeschlossen oder festgestellt.

 Kostenfreier Corona Schnelltest. Für symptomfreie Personen. Tests sind Mo-Fr von 8-18 Uhr ohne Termin möglich. Melden Sie sich in der Kreisel-Apotheke an. Ebenfalls können Sie vor Ort Ihr digitales Impfzertifikat erhalten.

Wie ist die Lage in der Welt und in Europa?

Weltweit wird aktuell daran gearbeitet, die Coronavirus-Pandemie einzudämmen. In den Sommermonaten gab es viele Lockerungen, da die Inzidenzen zurückgingen. Mit dem Herbst stiegen die Zahlen aber wieder.

Weiterhin gelten bestimmte Sicherheitsmaßnahmen, wie ein Abstand von mindestens 1,5 Metern und das Tragen von medizinischen Masken. Außerdem werden vielerorts die 3G bis 2GPlus Regeln durchgesetzt.

In Ergänzung zu den Maßnahmen appellieren Politiker an die Menschen, sich impfen zu lassen. Mittlerweile werden drei Impfungen empfohlen, bei Johnson&Johnson zwei. Zugelassen sind die Corona-Impfstoffe von BioNTech/Pfizer und Moderna sowie von AstraZeneca und Johnson&Johnson. BioNTech ist außerdem für Kinder ab 5 Jahren zugelassen, die Impfungen dieser Altersgruppe sind bundesweit angelaufen.

Währenddessen wurden der World Health Organization weltweit über 273 Millionen bestätigte Fälle gemeldet und mehr als 5 Millionen Menschen sind an den Folgen des Coronavirus gestorben. In Europa sind bzw. waren besonders Italien, Spanien, Großbritannien, Deutschland und Frankreich betroffen. Nach derzeitigem Stand gibt es über 94 Millionen bestätigte Fälle von SARS-CoV-2 in der europäischen Region. Nach Angaben der WHO sind bisher über eine Million Menschen an dem Coronavirus gestorben.

Quellen:
https://covid19.who.int/
https://www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus.html

 

Wie wird die Situation in Deutschland eingeschätzt?

Laut dem Robert Koch-Institut (RKI) wird die Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung im Allgemeinen als sehr hoch eingeschätzt. Deutschland verzeichnet mittlerweile über 6 Millionen bestätigte Infektionsfälle. Bundesweit sind laut Angaben des RKI bislang mehr als 108.000 Infizierte an oder mit SARS-CoV-2 gestorben.

Vor allem im Winter ist ein beschleunigter Anstieg der Übertragungen in der deutschen Bevölkerung zu beobachten. Bis April 2021 befand sich Deutschland deshalb im Lockdown. Gastronomie, Dienstleistungsbetriebe und Einzelhandel (außer Supermärkte) sowie Schulen blieben in großen Teilen geschlossen. Derzeit gibt es keinen Lockdown, allerdings wurden einige Regeln verschärft: In Einzelhandelsgeschäften, die keine Produkte des täglichen Bedarfs verkaufen, gilt beispielsweise die 2G Regel.

Quelle:
https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Fallzahlen.html
https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/corona-diese-regeln-und-einschraenkung-gelten-1734724

 

Eine aktuelle Übersicht über die detaillierten Maßnahmen im Rahmen der Eindämmung des Coronavirus können Sie auf den Seiten der Bundesregierung nachlesen:
https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus

 

Was bedeutet 3G, 2G und 2GPlus?

Diese Abkürzungen zeigen an, unter welchen Voraussetzungen unter anderem Einzelhandelsgeschäfte oder Veranstaltungen besucht werden dürfen. Die Abkürzungen bedeuten:

  • 3G: Geimpft, genesen oder getestet.
  • 2G: Geimpft oder genesen.
  • 2GPlus: Geimpft oder genesen, zusätzlich getestet.

 

Kann das Coronavirus behandelt werden?

Einige Arzneimittelhersteller versuchen, Medikamente gegen das Coronavirus zu entwickeln. Das Medikament Paxlovid von Pfizer hat mittlerweile in den USA eine Notfallzulassung erhalten – und soll diese auch in Deutschland bekommen. Im Anfangsstadium der Infektion gegeben, soll die Coronapille die Vermehrung der Viren hemmen und so recht erfolgreich schwere Krankheitsverläufe bei Hochrisikopatienten verhindern. Medikamente wie Paxlovid sind eine weitere Säule im Kampf gegen SARS-CoV-2 – allerdings ersetzen die Medikamente keine Impfung, laut der US-amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA.

Quelle:
https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/corona-medikament-bundesregierung-kauft-eine-million-packungen-paxlovid-a-88463fe1-03c1-4934-9557-576bd97f2831

 

Welche Impfstoffe sind zugelassen?

In Deutschland sind aktuell fünf Impfstoffe gegen das Coronavirus zugelassen. Dazu gehören die mRNA-Impfstoffe von BioNTech mit dem Namen Comirnaty (Zugelassen durch die EMA am 21.12.2020) und Moderna (Zugelassen durch die EMA am 06.01.2021). Außerdem haben die beiden Vektorimpfstoffe von AstraZeneca und Johnson&Johnson die Zulassung erhalten. Neu mit dabei ist der Impfstoff von Nuvavax unter dem Namen Nuvaxovid. Dieser basiert auf einem altbewährten Prinzip: Mittels Spike-Protein und eines Hilfsstoffes zur Verstärkung der Wirkung wird das Immunsystem gegen das Coronavirus geschult. Ebenso wie die mRNA- und die Vektorimpfstoffe ist dieses Vakzin ein Totimpfstoff, da kein lebendes Virus geimpft wird. Es hat allerdings einen Nachteil: Bisher ist nicht klar, ob Nuvaxovid auch gegen neuere Varianten wie Delta oder Omikron wirkt – die Studien bezogen sich nur auf die ursprüngliche und die Alpha-Variante von SARS-CoV-2.

Quelle:
https://www.zusammengegencorona.de/impfen/
https://www.pharmazeutische-zeitung.de/portraet-des-novavax-impfstoffs-nuvaxovid-130385/

 

Welchen Nutzen hat die Impfung?

Im Dezember 2020 wurde der erste Impfstoff gegen SARS-CoV-2 zugelassen, damit startete die Impfkampagne in den verschiedenen Ländern. Mittlerweile ist die Priorisierung durch Risikogruppen aufgehoben, in vielen Impfzentren können sich Impfwillige ohne Termin impfen lassen. Vermehrt erkranken allerdings auch Geimpfte an Covid-19. Dies liegt unter anderem daran, dass die verschiedenen Impfstoffe zwar einen hohen, aber keinen 100-prozentigen Schutz gegen das Coronavirus bieten. Außerdem wurde festgestellt, dass die Hospitalisierungsrate sinkt – wenn Geimpfte an Corona erkranken, müssen sie also seltener stationär im Krankenhaus behandelt werden. Dadurch kann die Impfung neben der Krankheit selbst auch vor schweren Verläufen schützen. Außerdem wurde der Impfstoff von BioNTech mittlerweile für Kinder ab 5 Jahren zugelassen, auch eine STIKO-Empfehlen hierzu liegt vor.

Zudem haben Geimpfte und Genesene mittlerweile einige Freiheiten, unter anderem im Hinblick auf die Kontaktbeschränkungen. Als Genesen gelten Personen, die in den vergangenen sechs Monaten eine Coronainfektion überstanden haben. Bei einer länger zurückliegenden Infektion mit dem Coronavirus ist eine Impfung nötig – allerdings reicht in diesem Fall eine Dosis. Mit einem digitalen Impfzertifikat können Sie sich als Geimpft oder Genesen ausweisen und dadurch die oftmals geforderten negativen Testbescheinigungen umgehen. Auch Reisen in andere Länder soll damit einfacher möglich sein. Den QR-Code für Ihr digitales Impfzertifikat bekommen Sie entweder direkt nach der Impfung oder mit Vorlage Ihres Impfausweises in der Apotheke.

Quelle:
https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/digitaler-impfpass-107.html
https://www.pharmazeutische-zeitung.de/warum-immer-mehr-geimpfte-an-covid-19-erkranken-127050/
https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Impfen/ImpfungenAZ/COVID-19/Impfempfehlung-Zusfassung.html

 

Wie sinnvoll ist eine Booster-Impfung?

Es ist bisher noch nicht klar, wie lange der Impfschutz nach der Immunisierung anhält. Allerdings wurde festgestellt, dass der Impfschutz mit der Zeit immer weiter nachlässt – bei allen Menschen, besonders betroffen sind aber meist ältere Menschen, Immungeschwächte und Pflegebedürftige. Eine Studie aus Großbritannien zeigt zudem, dass die Wahrscheinlichkeit, trotz Impfung an Covid-19 zu erkranken, größer wird, je länger die Immunisierung zurückliegt. Sogenannte Booster-Impfungen werden daher empfohlen. Dies ist eine dritte Impfdosis, die ungefähr sechs Monate nach der zweiten gegeben werden soll. Generell empfiehlt die StIKo (Ständige Impfkommission), für die Booster-Impfung ein mRNA-Vakzin zu nehmen.

Quelle:

https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/corona-booster-impfungen-101.html
https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/corona-booster-impfung-auffrischung-100.html

 

Wer kann sich eine Booster-Impfung holen?

Die StIKo empfiehlt die Auffrischungsimpfung für Menschen ab 70 Jahren. Auch Bewohner und Personal von Pflege- und Altenheimen wird eine weitere Impfung empfohlen. Laut der Impfverordnung des Bundesgesundheitsministeriums gilt der Anspruch auf die Booster-Impfung für alle Menschen ab 12 Jahren, sofern der Wohnsitz oder gewöhnliche Aufenthaltsort in Deutschland ist. Menschen, die ihren ersten vollständigen Schutz durch den Impfstoff von Astrazeneca oder Johnson&Johnson bekommen haben, wird empfohlen, sich eine weitere Impfung mit einem der mRNA-Impfstoffe, also Biontech oder Moderna, geben zu lassen. Es wurde mittlerweile festgestellt, dass Anzahl der gebildeten Antikörper gegen Corona bei einer zweimaligen Impfung mit Astrazeneca geringer ausfällt als bei einem Mix von Astrazeneca und einem mRNA-Impfstoff.

Quelle:

https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/corona-booster-impfungen-101.html
https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/corona-booster-impfung-auffrischung-100.html

 Digitales Impfzertifikat: Vollständig Geimpfte wie auch Genesene erhalten bei uns selbstverständlich auch ihr Impfzertifikat. Kommen Sie dazu in eine unserer Apotheken vor Ort.

Welche Gefahr geht von den Coronavirus-Varianten aus?

Derzeitig herrscht in Deutschland die Delta-Variante von SARS-Cov-2 vor. In vielen europäischen Ländern wurde sie allerdings schon abgelöst durch die Omikron-Variante. Das RKI schätzt die Gefahr für die Gesundheit der gesamten Bevölkerung als sehr hoch ein – die neue Variante soll sich schneller und effektiver verbreiten als die bisherigen Virusvarianten. Für Ungeimpfte gilt die Gefahr einer Infektion als sehr hoch, für Geimpfte und Genesene ohne Booster als hoch, für Geimpfte mit Booster als moderat laut RKI. Ziel der Maßnahmen in Deutschland ist, die Infektionszahlen zu senken, damit das Gesundheitssystem nicht durch die eventuell hohen Fallzahlen durch die Omikron-Variante überlastet wird.

Quelle:
https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikobewertung.html
https://www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus.html#c23063

 

Führt Corona zu einer Triage?

Seit Beginn der Pandemie wird vor der Überlastung des Gesundheitssystems und einer damit drohenden Triage gewarnt. Auf dem Höhepunkt der vierten Welle im November 2021 wäre es beinahe zu den Triage-Regelungen gekommen. Triage bedeutet, dass nach bestimmten Kriterien entschieden wird, wer die größten Überlebenschancen hat und damit intensivmedizinisch betreut wird. Die anderen werden palliativ oder auch gar nicht betreut – auch wenn das einen wahrscheinlichen Tod des Patienten zur Folge hat. Der Unterschied zur üblichen Notfallmedizin besteht darin, dass nicht der Patient, der am schwersten verletzt oder erkrankt ist, Hilfe bekommt, sondern der Patient, der die größten klinischen Erfolgsaussichten hat.

Dies betrifft zudem nicht nur Corona-Patienten, sondern alle, die wegen einer Erkrankung, einer Operation oder eines Unfalls eine intensivmedizinische Betreuung benötigen würden. Der Deutsche Ethikrat und medizinische Fachgesellschaften haben mittlerweile Empfehlungen und Kriterien formuliert, nach denen die Patienten im Fall einer Triage ausgewählt werden sollen. Um Sorge zu tragen, dass Menschen mit Behinderungen oder Vorerkrankungen bei der Triage nicht benachteiligt werden, soll außerdem der Bundestag entsprechende Regelungen formulieren.

Quelle:
https://www.br.de/nachrichten/wissen/triage-wegen-corona-was-man-darunter-versteht,SJWkFfP

 

Urlaub trotz Corona? Das sollten Sie beim Reisen beachten

Die globale Coronavirus-Pandemie wirkt sich auch auf den Tourismus aus. Viele Reise- und Urlaubsmöglichkeiten wurden eingeschränkt, um eine weitere Ausbreitung zu reduzieren. Urlauber sollten sich vor Antritt einer Reise zunächst beim Auswärtigen Amt über mögliche Risikogebiete informieren und die individuellen Reisehinweise beachten. Ab dem 1. Oktober 2020 lösen neue umfassend differenzierte Reise- und Sicherheitshinweise die bisherige pauschale Reisewarnung für außereuropäische Länder ab. Grundsätzlich gilt weiterhin eine Reisewarnung für nicht notwendige, touristische Reisen in alle Länder, die von der Bundesregierung als Risikogebiet eingestuft sind. Vermeiden Sie wenn möglich Inlandsreisen in Landkreise und Städte, bei denen die Neuinfektionszahlen die vorgegebene Grenze überschreitet. Die Liste der Risikogebiete ist auf der Webseite des RKI zu finden.

Wer aus einem durch das RKI ausgewiesenen Risikogebiet kommt, muss sich zudem auf das Coronavirus testen lassen. Für Betroffene sind die Tests kostenlos und werden bei Ankunft an den Flug- und Seehäfen durchgeführt. Reisende, welche mit dem Auto in einem solchen Risikogebiet waren, können den Test in Wohnortnähe durchführen lassen. Bis zur Bekanntgabe des Testergebnisses müssen Reisende zunächst in Quarantäne bleiben. Sollte der Test negativ ausfallen, entfällt die 14-tägige Quarantäne.

Unser Pharmazeutisches Fachpersonal hat verschiedene Reisesets zusammengestellt, um die Reiseapotheke an die aktuellen Gegebenheiten anzupassen.

Quelle:
https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Transport/BMG_Merkblatt_Reisende_Tab.html
https://www.auswaertiges-amt.de/de/ReiseUndSicherheit/covid-19/2296762

 

Was ist der Unterschied zwischen SARS-CoV-2 und Covid-19?

Das neuartige Coronavirus, welches bislang als 2019-nCoV bezeichnet wurde, hat seit dem 11. Februar 2020 einen neuen Namen: SARS-CoV-2. Das Wort SARS ist ein Akronym und steht für Schweres Akutes Atemwegsyndrom. Die durch SARS-CoV-2 mögliche Lungenkrankheit hat ebenfalls einen Namen erhalten und wird Covid-19 (Corona Virus Disease 2019) genannt. Der Unterschied besteht somit darin, dass SARS-CoV-2 der Name des neuartigen Coronavirus ist, während Covid-19 eine Krankheit ist, welche aus einer Infektion mit dem Coronavirus resultieren könnte.

Quelle:
https://www.zusammengegencorona.de/informieren/basiswissen-coronavirus/

 

Wie wird das Coronavirus übertragen?

Laut dem RKI soll der Hauptübertragungsweg innerhalb der Bevölkerung die Tröpfcheninfektion sein. Auch eine sogenannte Kontaktübertragung (Infektion mit dem Virus über kontaminierte Oberflächen) sei theoretisch möglich. Eine Übertragung von SARS-CoV-2 durch Aerosole (Schwebepartikel in der Luft) ist in einigen Situationen des normalen gesellschaftlichen Umgangs möglich. Treffen viele Personen dicht gedrängt in einem nicht ausreichend belüfteten Innenraum zusammen und wenn der Mindestabstand dabei unterschritten wird, kann es zu einer verstärkten Anreicherung von Aerosolen kommen. Generell können die Aerosole durch regelmäßiges Lüften in Innenräumen abgereichert werden. Deshalb ist es von Bedeutung, Innenräume regelmäßig mit Frischluft zu versorgen.

Quelle:
https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/NCOV2019/gesamt.html?nn=13490888

 

Wie lange dauert es nach einer Infektion, bis die Krankheit ausbricht?

Den Informationen des RKI nach beträgt die Inkubationszeit im Mittel 5-6 Tage. Es ist davon auszugehen, dass Patienten etwa 1-2 Tage vor Symptombeginn ansteckend sind. Wie lange eine Person ansteckend ist, kann momentan nicht mit Sicherheit angegeben werden.

Quelle:
https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Steckbrief.html#doc13776792bodyText1

 

Welche Symptome weist eine Erkrankung mit dem Coronavirus auf?

Das RKI hat mit Stand zum 03.09.2020 Daten aus Deutschland im Hinblick auf Demografie und Symptomatik veröffentlicht. Diesen Daten zufolge sind 51% der COVID-19-Erkrankten weiblich und im Altersmedian 45 Jahre alt. Zu den häufigsten Symptomen in Deutschland gehören Husten, Fieber, Schnupfen, eine Störung des Geruchs- und/oder Geschmackssinns sowie Pneumonie. Hier ein unvollständiger Auszug von weiteren, möglichen Symptomen: Halsschmerzen, Atemnot, Kopf-und Gliederschmerzen, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Übelkeit, Bauchschmerzen und Erbrechen.

Eine Studie aus England fand zudem heraus, dass die Krankheitssymptome bei Delta und Omikron von der bislang geltenden Symptom-Trias (Fieber, Husten und Geruchs-/Geschmacksverlust) abweichen können. Häufig treten laut der Studie bei einer Infektion mit Delta oder Omikron folgende Krankheitsanzeichen auf:

  • Fließschnupfen
  • Kopfschmerzen
  • Milde bis schwere Erschöpfung (Fatigue)
  • Niesen
  • Halsschmerzen

Bei Omikron-Patienten wurden außerdem noch Appetitlosigkeit und Nachtschweiß genannt. Ebenso kann ein sogenannter Brain Fog, also ein sich-vernebelt-fühlen, auftreten.

Quelle:
https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Steckbrief.html#doc13776792bodyText1
https://www.pharmazeutische-zeitung.de/klassische-erkaeltungssymptome-dominieren-bei-omikron-und-delta-130475/

 

Was bedeutet Long Covid?

Eine überstandene Coronainfektion bedeutet nicht, dass keine Symptome mehr vorhanden sind. In einer Studie der Uni Mainz gaben etwa 40 Prozent der mit Corona infizierten Personen an, dass die Covid-artigen Symptome bei ihnen über mindestens sechs Monate andauerten. Betroffen sind davon zudem nicht nur Personen mit schweren Verläufen der akuten Infektion - Long Covid kann jeden vom Coronavirus infizierten Menschen treffen.

Die Symptome unterscheiden sich dabei, Mediziner teilen sie grob in zwei Gruppen ein. Etwa 10 bis 20 Prozent der Betroffenen haben Schäden an Organen wie Herz oder Lunge. Die restlichen von Long Covid Betroffenen kämpfen mit eher funktionellen Beeinträchtigungen, unter anderem einer geringeren Belastbarkeit, Atemnot, Müdigkeit oder Konzentrationsstörungen. Die Heilungschancen sind allerdings auf lange Sicht gut. Für die Behandlung gibt es mittlerweile je nach Beschwerden etablierte Therapien. Das Alter spielt für Long Covid kaum eine Rolle – allerdings sind häufiger Frauen als Männer davon betroffen.

Es gibt außerdem eine Unterscheidung zwischen Long Covid und Post Covid: Long Covid bedeutet, dass die Beschwerden länger als vier Wochen nach der Infektion bestehen. Post Covid heißt, dass die Beschwerden den Alltag länger als 12 Wochen nach der Infektion einschränken. Die Behandlung richtet sich auch bei Post Covid immer nach den aktuellen Beschwerden. Bei vielen bessern sich diese, bei anderen nicht.

Die Impfung kann vorbeugend vor Long oder Post Covid schützen. Zweifach geimpfte Menschen berichteten laut einer Studie im Fachmagazin The Lancet Infectious Disease seltener über langanhaltende Symptome als ungeimpfte Menschen.

Quelle:
https://www.pharmazeutische-zeitung.de/was-wissen-wir-mittlerweile-ueber-long-covid-130434/seite/alle/

 

Wie kann ich mich vor einer Infektion schützen?

Um eine Ausbreitung des neuen Coronavirus zu vermeiden, empfiehlt das Bundesministerium für Gesundheit die sogenannte AHA + L Regel:

  • Abstand
  • Hygiene
  • Alltagsmaske
  • Lüften

Achten Sie bei diesen Maßnahmen darauf, dass sie einen Mindestabstand von 1,5 Meter zu Ihren Mitmenschen einhalten. Beachten Sie zudem die Husten- und Niesetikette und tragen Sie eine Alltags- oder medizinische Maske, wenn es nötig ist. Zudem sollten Sie regelmäßig die Hände mit Seife waschen und desinfizieren. Diese Verhaltensregeln sollen ein Mindestmaß an Schutz bieten und dabei helfen, eine weitere Ausbreitung des Virus weiter einzudämmen. Mehr zu dem Thema Masken können Sie hier erfahren.

Quelle:
https://www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus.html

Autor Apotheker Marcus Schulze

Über unseren Autor:

Marcus Schulze | Apotheker in der Kreisel-Apotheke
Ich bin seit 2016 Apotheker und seit Mitte 2017 bei mycare in der Kreisel-Apotheke tätig. Ich berate gerne umfassend zu allen Gesundheitsfragen. Durch ständiges Lernen nach dem Studium erweitere ich meine Beratungskompetenzen abseits der üblichen Medikamente, um so dem Kunden ein breites Wissen anbieten zu können. Mehr erfahren

Desinfektionsmittel und mehr Weitere passende Produkte 

Weitere zum Thema passende BeiträgeWeitere Themen

Archiv (die bisherigen Updates zur Covid-19 Pandemie)

Wie war die Lage in der Welt und in Europa?
Wie wird das Coronavirus übertragen?
Wie kann ich mich vor einer Infektion schützen?
Müssen Schwangere besondere Vorsichtsmaßnahmen treffen?
Wie lange dauert es nach einer Infektion, bis die Krankheit ausbricht?
Welche Symptome weist eine Erkrankung mit dem Coronavirus auf?
Ist das Coronavirus heilbar?
Woher kommt das Coronavirus?
Wo liegt der Ursprung?
Wie groß ist die Gefahr für Deutschland?
Wie groß ist die Gefahr einer Ansteckung?
Wie erfolgt die Übertragung des Erregers?
Janet, Apothekerin bei mycare.de
Melden Sie sich jetzt zum Newsletter an und sichern sich Vorteile!

Wir informieren Sie regelmäßig über:

  • checkmark Top-Angebote
  • checkmark Neuheiten
  • checkmark Gewinnspiele
  • checkmark Gratis-Zugaben
  • checkmark Gutscheine
  • checkmark Tipps & Beratung
Jetzt abonnieren