Der Internationale Frauentag

Weltweit begehen Frauen am 8. März eines jeden Jahres den Weltfrauentag. Um der Forderung nach Gleichberechtigung und dem Frauenwahlrecht Nachdruck zu verleihen, gingen erstmals 1911 unzählige Frauen in vielen Ländern auf die Straße.

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Schon im August 1910 war die Einführung des Internationalen Frauentages beschlossen worden – die Sozialistin Clara Zetkin hatte sich, orientiert am amerikanischen Vorbild, dafür eingesetzt. Im Vordergrund dieser Protestaktion stand ganz klar das Frauenwahlrecht, für das sich die Sozialdemokratische Partei schon lange ausgesprochen hatte. Der erste Frauentag wurde dann am 19. März 1911 in Deutschland, der Schweiz, Dänemark und Österreich-Ungarn gefeiert, hatte seitdem seinen festen Platz im Kalender und fand seit 1921 immer am 8. März statt. Nach Einführung des Frauenwahlrechts rückten andere Themen wie regelmäßige Schulspeisungen, Arbeitszeitverkürzungen sowie die Legalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen in den Fokus der Aktion. Noch heute ist die Gleichheit der Geschlechter in unzähligen Ländern keine Selbstverständlichkeit. Auch in unserer Zeit machen sich daher alljährlich Millionen Frauen gegen Gewalt und Unterdrückung, für die Chancengleichheit und gleiche Löhne stark.

Frauentag heute – wichtig oder überflüssig?

Zwar stehen die Rechte der Frauen auch in unserer Zeit im Vordergrund des Weltfrauentages und es finden alljährlich Aktionen zum Thema statt, doch hat der politische Aspekt an Bedeutung verloren. Einige Frauen bekommen Rosen oder andere Geschenke oder werden in Sachen Strafzettel beim Parken verschont, in einigen Ländern haben Frauen halbtags frei. Kritiker bemängeln dementsprechend, der Aktionstag sei zu einem zweiten Valentinstag avanciert. Warum aber nicht beides miteinander verbinden? Sich im Rahmen einer Kundgebung für dringende Anliegen zu einsetzen, Geld zu spenden, Vorträge zum Thema zu besuchen oder sogar selbst etwas auf die Beine zu stellen ist natürlich immens wichtig. Und doch: Auch die persönlichen Akkus jeder Frau wollen regelmäßig aufgeladen werden.

Frauentag, ganz unpolitisch

Warum also nicht einmal einen persönlichen Frauentag begehen – mit der besten Freundin, der Tochter oder auch ganz allein? Stimmen Sie sich zum Beispiel mit einem ausgedehnten Frühstück, frischem Obst und eventuell einem Glas Sekt auf die Zeit ganz für sich alleine ein. Ein Bummel durch die Stadt mit einem anschließenden Cafébesuch könnte folgen. Wer Stress und Hektik meiden möchte, kann sich bei einem Spaziergang in der Natur erholen. Auch ein Saunabesuch steigert das Wohlbefinden und sorgt schnell für Entspannung vom Alltag. Für diejenigen, welche zuhause am besten zur Ruhe kommen können, empfiehlt sich ein wohltuendes Bad mit einem duftenden Zusatz, eine pflegende Gesichtsmaske oder eine entspannende Massage. Beschließen lässt sich der Frauentag zum Beispiel mit einem guten Essen, ob im Restaurant oder selbst zubereitet, oder einem schönen Buch. Nach solch einer Auszeit geht der Alltag wieder viel leichter von der Hand.

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