Erste Hilfe bei Wintersport-Verletzungen

Vereiste Pisten, Fahrfehler oder leichte Selbstüberschätzung, die Liste möglicher Ursachen für Wintersport-Verletzungen ist lang. Die geeigneten Erste Hilfe Maßnahmen können das vorzeitige Urlaubsende aber verhindern. Im Notfall sind Erste Hilfe Kenntnisse wichtig.

Foto: Antonio-Guillem / shutterstock.com

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Unfälle im Schnee bergen besondere Gefahren. Deshalb ist es nötig, sich mit den Erste Hilfe Maßnahmen vertraut zu machen. Grundsätzlich sollte kein Wintersportler allein unterwegs sein. Außerdem ist es wichtig, die ausgewiesenen Pisten nicht zu verlassen. Kommt es zu einem Unfall, muss zuerst die Unfallstelle gesichert werden. Das Signal, das jeder Wintersportler versteht, sind zwei gekreuzte Ski, die in einer Entfernung von 5-10 Metern vor der Unfallstelle in den Schnee gesteckt werden. Natürlich sind Abzweigungen und Kuppen zu berücksichtigen. Sind die Sichtverhältnisse schlecht, sollte eine Jacke über die Ski gehängt werden. Die häufigsten Verletzungen sind neben Brüchen und Muskelverletzungen Schnitte durch die Ski. Ein Verbandpäckchen sollte zur Standardausrüstung im Skisport gehören. Stark blutende Wunden müssen mit einem Druckverband geschlossen werden. Dafür eignen sich Schals und Socken. Der bewusstlose Wintersportler muss in die stabile Seitenlage gebracht werden, nachdem die Vitalfunktionen überprüft worden sind. Ist kein Puls messbar, sind sofort Wiederbelebungsmaßnahmen bis zum Eintreffen der Sanitäter einzuleiten. Ist das Unfallopfer bei Bewusstsein und sind die Schmerzen nicht zu stark, sollten Helfer den Oberkörper des Verletzten hoch lagern.

So schnell wie möglich Hilfe holen

Gut besuchte Strecken werden überwacht. In einem solchen Fall ist der Rettungsdienst schnell an der Unfallstelle. Ist das nicht der Fall, muss über das Handy ein Notruf abgesetzt werden. Ein robustes Telefon gehört zur Pflichtausrüstung im Wintersport. Die Leitstelle wird dann die Bergrettung alarmieren. Schnelle Hilfe ist nicht nur wegen der Verletzungen nötig, sondern auch, um ein Auskühlen zu verhindern. Wirklich sinnvoll ist die Anschaffung einer Rettungsdecke, die nicht viel Platz wegnimmt. Die goldene Seite muss zum Schnee zeigen, die silberne zum Unfallopfer. Rettungsdecken können Leben retten. Hilfe gibt es auch beim nächsten Skilift. Meist steht dort auch eine Akia, eine Trage mit Kufen. Die Mitarbeiter bringen das Unfallopfer dann ins Tal.

Unfallgefahr minimieren

Jedes Jahr gibt der Deutsche Skiverband Statistiken heraus, aus denen die Unfallhäufigkeit, aber auch die Art der Verletzungen hervorgehen. Ziel ist, die Ursachen zu analysieren und Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Im Durchschnitt verletzen sich pro Saison etwa 40.000 bis 45.000 Menschen beim Wintersport. Allerdings sind die Zahlen leicht rückläufig. Die Gründe sehen die Experten in der deutlich verbesserten Technik. Das Tragen von Schutzausrüstungen ist auch für erfahrene Wintersportler inzwischen selbstverständlich. Die Betreiber der Pisten achten darüber hinaus auf eine angemessene Präparierung der Strecken. Die Pisten werden regelmäßig überprüft und ggf. entschärft oder auch gesperrt. Wintersportler, die sich an die Anweisungen halten, können das Unfallrisiko deutlich minimieren.

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