Keine Fehler bei der Insulingabe

Diabetiker können heute ein weitgehend normales Leben führen. Die Voraussetzung dafür ist aber, dass keine Fehler bei der Insulingabe passieren. Das lässt sich mit einer sachgerechten Einführung vermeiden. Aber auch erfahrene Diabetiker sollten sich immer wieder mit den Anweisungen befassen, damit sich keine Fehler einschleichen.

Foto: Image-Point-Fr / shutterstock.com

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Ein stabiler Blutzuckerwert ist die Voraussetzung dafür, dass es nicht zu schwerwiegenden Folgeerkrankungen kommt, die lebensverkürzend sein können. Der Diabetiker muss daher:

• Broteinheiten berechnen
Blutzucker mehrmals täglich messen
• sich ausreichend bewegen
• Insulineinheiten sorgfältig berechnen
Insulin korrekt spritzen
• Insulin sicher aufbewahren und rechtzeitig austauschen

Für die meisten Diabetiker ist das im Alltag keine allzu große Herausforderung. Vor allem junge Patienten stellen sich recht schnell auf die Anforderungen ein. Wenn aber kleine oder große Nachlässigkeiten Einzug halten, zeigen sich die Folgen in:

• messbaren Schwankungen des Blutzuckerwertes
• zu hohem hba1c (Langzeitblutzucker)
• veränderten Spritzstellen

Dann besteht die Aufgabe darin, alle Prozesse rund um den Diabetes zu überprüfen und Fehlerquellen auszuschalten.

Schritt für Schritt auf Fehlersuche

Kann der Diabetiker Fehler bei der Messung ausschließen und hat er so den Beweis, dass der Blutzuckerwert tatsächlich schwankt oder dauerhaft zu hoch ist, kann dies folgende Gründe haben:

• Spritzstelle vernarbt
• Pen defekt
• Falsches Spritzen

Wenn die Spritzstellen nicht regelmäßig gewechselt werden, entstehen Verdickungen im Unterhautfettgewebe, aus denen das Insulin schlechter aufgenommen wird. Die Folge sind steigende Blutzuckerwerte. Die Ursache für hohe Werte kann aber auch beim Pen selbst liegen. Fehler lassen sich hier vermeiden, indem der Diabetiker vor dem Spritzen eine kleine Menge Insulin nach außen abgibt und so die Funktionsfähigkeit überprüft. Falsches Spritzen ist zurückzuführen auf zu festes Zusammendrücken der Hautfalte oder zu frühes Herausziehen der Nadel. Falsches Spritzen kann aber auch durch das nicht korrekte Einführen der Nadel entstehen. Die Nadel muss immer senkrecht eingestochen werden. Dafür sind Stellen geeignet, die über eine ausreichend dicke Fettschicht verfügen, damit das Insulin nicht in den Muskel gespritzt wird.

Fehler bei der Insulinpumpe

Insulinpumpen sind eine große Hilfe für Diabetiker, aber bei ihrer Anwendung kann es zu Fehlern kommen. Die Nadel sollte alle zwei Tage ausgetauscht werden, da sie verstopfen kann, bzw. es zu Entzündungen kommt. Knickt der Schlauch ab, kann das Insulin ebenfalls nicht richtig fließen und der Blutzuckerwert steigt. Viele Fehlerquellen erkennt die Pumpe aber auch selbst und gibt ein entsprechendes Alarmsignal ab. Die Fehlermeldung, die dann auf dem Display erscheint, liefert die nötigen Hinweise auf die Ursache. Gibt es trotz umfangreicher Fehlersuche weiter Probleme mit den Blutzuckerwerten, hilft der zuständige Diabetesberater und im Notfall auch die Klinik mit diabetischer Abteilung.

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