Und ewig läuft das Näschen – Kinder sind im Winter viermal häufiger erkältet

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Besonders Eltern von Kindergartenkindern können ein Lied davon singen: Kaum ist die eine Erkältung auskuriert, kommt bereits die nächste. Bis zu zwölf Infekte pro Jahr gelten als normal; bei Erwachsenen sind es gerade einmal zwei bis vier. Wie kommt das und kann man dem vorbeugen?

Foto: Serhiy-Kobyakov / shutterstock.com

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Ursache dafür, dass Erkältungen während der Herbst- und Wintermonate häufiger auftreten, ist zwar nicht direkt die Kälte – ganz unbeteiligt ist diese jedoch auch nicht: Niedrige Außentemperaturen sowie die warme Heizungsluft trocknen die empfindlichen Nasenschleimhäute aus und machen diese anfälliger für das Eindringen von Viren und Bakterien. Eine weitere Erklärung liegt in der Tatsache begründet, dass man sich während der kalten Jahreszeit häufiger in geschlossenen Räumen – wie zum Beispiel im Kindergarten – aufhält und sich demnach leichter anstecken kann. Erwachsene haben im Laufe ihres Lebens schon viele Infekte durchlebt und sind gegen die entsprechenden Erreger immun; das kindliche Immunsystem ist im Gegensatz dazu unreif und muss erst lernen, mit Viren und Bakterien fertig zu werden. Ein Trost also für alle erkältungsgeplagten Eltern: Jeder Schnupfen ist eine Trainingseinheit für das Immunsystem ihres Kindes.

Bärenstarke Abwehrkräfte

Viel können Eltern leider nicht tun, um ihre Kinder vor Ansteckungen zu schützen. Wichtig ist natürlich eine gesunde Ernährung, möglichst vollwertig und mit frischen Lebensmitteln. Die Empfehlung „Fünf am Tag“, das heißt fünf Portionen Obst und Gemüse pro Tag zu verzehren, gilt auch schon für die Kleinsten und sorgt dafür, dass der Vitamin- und Mineralstoffhaushalt stimmt. Darüber hinaus stärkt regelmäßige Bewegung an der frischen Luft die Abwehrkräfte.

Ebenso wichtig sind allerdings regelmäßige Erholungsphasen: Wer schon im Kindesalter von Termin zu Termin hetzen muss, hat Stress, der für das Immunsystem alles andere als förderlich ist. Auch auf ausreichend Schlaf während der Nacht, in einem gut belüfteten Zimmer mit maximal 18 °C Raumtemperatur, sollten Eltern achten. Von großer Bedeutung für gut funktionierende Abwehrkräfte ist zudem eine rauchfreie Umgebung.

Wenn es wieder einmal soweit ist: Trinken, wickeln, gurgeln

Die Viren, Verursacher von Erkältungen, lassen sich leider nicht bekämpfen. Was Eltern jedoch für ihre Kinder tun können ist, die Symptome zu lindern. Besonders wichtig ist – gerade bei Fieber – eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr in Form von Kräutertees oder stillem Mineralwasser. Gegen Halsschmerzen helfen warme Wickel mit Kartoffeln, Zwiebel oder Quark; ältere Kinder können auch gurgeln. Hustenreiz lässt sich durch Inhalieren lindern, auch im Zimmer aufgehängte feuchte Tücher fördern das Abhusten. Wenn sich die Beschwerden auch nach mehreren Tagen nicht bessern, sollte ein Arzt hinzugezogen werden. Zum Schluss die noch immer beste Medizin von allen: Liebe und Zeit – zum Vorlesen, Kuscheln und dann doch ganz schnell wieder gesund werden.

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