Wie gefährlich ist Hausstaub?

Hausstaub als Allergieauslöser ist ein viel diskutiertes Thema. Doch was ist eigentlich Hausstaub genau, welche Gefahren gehen von ihm aus, kann sein Entstehen überhaupt verhindert werden und wie beseitigt man ihn, ohne weitere Gesundheitsrisiken zu schaffen?

Foto: Suzanne Tucker / shutterstock.com

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Die schlechte Nachricht zuerst: Es gibt ihn nicht, „den“ Hausstaub. Seine Zusammensetzung ist abhängig von den Substanzen, die in den Wohnräumen anfallen. Demnach unterscheidet sich der Staub in Büroräumen von dem in privaten Haushalten und der von dem in öffentlichen Gebäuden. Hausstaub ist insgesamt eine Ansammlung von anorganischen (nicht natürlichen) und organischen (natürlichen) Substanzen. Unter dem Mikroskop zeigen sich also vor allem Stofffasern, aber auch Hautschuppen von Mensch und Tier sowie Ruß, Stäube, Straßendreck, Schadstoffe aus der Einrichtung, tote Insekten und haustypische Bakterien. Das zeigt, dass Hausstaub unvermeidlich ist. Die natürliche Luftbewegung bringt die Teilchen zueinander, sodass sie sich zu mehr oder weniger sichtbaren Knäulen verbinden und so erst für den Menschen sichtbar werden.

Wann ist Hausstaub gefährlich?

Wohnräume ohne Hausstaub gibt es nicht, dabei sind Menschen normalerweise der größte Lieferant. Unsere Absonderungen, nämlich eine beachtliche Menge von Hautschuppen, sind die Nahrungsgrundlage für Milben, Pilze, aber auch für Bakterien. Es sind deren Ausscheidungen, die für empfindliche Menschen gefährlich werden können. Der Staub selbst ist durch seine Verbindung, und solange er nicht durch eine untaugliche Klimaanlage zerfasert und wieder in den Raum gepustet wird, kaum gefährlich. Die auftretenden Symptome bei empfindlichen Menschen sind allerdings kaum zu übersehen. Die Augen tränen, der Hals kratzt, Husten stellt sich ein, schlimmstenfalls sogar schwere Atemnot. Im Extremfall kann sich die Entwicklung bis zu einem allergischen Asthma zuspitzen. Der Arzt kann mittels einer umfangreichen Untersuchung feststellen, ob tatsächlich eine Allergie vorliegt. Die Behandlung richtet sich dann nach dem Ausmaß der Symptome.

Behandlung bei Hausstauballergien

Es versteht sich von selbst, dass Hausstauballergiker möglichst wenig Kontakt zu Hausstaub haben sollten. Eine klinisch reine Umgebung, womöglich noch mit scharfen Reinigern belastet, ist für sie aber nicht förderlich. Der Hausputz sollte möglichst von anderen Personen übernommen werden, und zwar mithilfe eines guten Staubsaugers oder Staubtüchern, die nichts aufwirbeln. Haustiere sollten nicht ins Schlafzimmer dürfen und außerhalb des Hauses gebürstet werden. Kommt es grundsätzlich bei Staubkontakt zu Atemnot, sind Allergiemittel nötig, die eine Verschlimmerung des Zustandes verhindern können. Die passende Wohnungseinrichtung kann außerdem bei der Gesunderhaltung helfen. Teppiche und Gardinen sind vor allem für schwere Allergiker nicht geeignet. Stattdessen eignen sich Oberflächen, die z. B. schonend und ohne Reinigungsmittel mittels Dampfreiniger von Staub befreit werden können. Viel Aufenthalt an der frischen Luft, Sport, der der gesundheitlichen Verfassung angemessen ist, und gesunde Ernährung können helfen, den Gesundheitszustand zu stabilisieren.

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1 Kommentar

  1. Kira Lynn Petersen sagt:

    Ist Staub wìrklich so gefährlich???

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