Winterzeit ist Saunazeit

Wenn der Winter Einzug hält, haben Erkältungen wieder Hochsaison. Von den vielen mehr oder weniger sinnvollen Ratschlägen, wie man sein Immunsystem stärken kann, zählt ein Saugang auf jeden Fall zu den besten.

Foto: Poznyakov / shutterstock.com

Foto: Poznyakov / shutterstock.com

Saunen gibt schon seit Tausenden von Jahren. Man nimmt an, dass sie früher der rituellen Reinigung dienten. Heute gilt das Saunieren als Jungbrunnen, Entgiftungskur und eben auch als Wunderwaffe gegen Erkältungen. Mögliche Infekte werden jedoch nicht, wie oft fälschlicherweise angenommen, einfach ausgeschwitzt. Vielmehr imitiert ein Saunagang mit der obligatorischen anschließenden Abkühlung die extremen Temperaturwechsel, die unserem Immunsystem im Winter zum Verhängnis werden können. Das Saunieren ist also eine Art Trainingseinheit für die körpereigenen Abwehrkräfte. Dahingegen wäre das Unterfangen, eine bereits ausgebrochene Erkältung in der Sauna kurieren zu wollen, nicht nur sinnlos, sondern aufgrund der hohen Anforderungen an den Kreislauf auch kontraproduktiv. Doch auch in anderer Hinsicht schützt das Saunieren vor möglichen Infekten. Die hohen Temperaturen sind sogar geeignet, Viren zu zerstören – ein Umstand, den sich unser Körper beim Fieber zunutze macht. Und ganz nebenbei unterstützt besonders die feuchte Luft von Dampfbädern die natürliche Barrierefunktion der Schleimhäute.

Wann ist Vorsicht geboten?

So heilsam ein Saunagang auch sein mag, ist er doch keine leichte Übung für unseren Kreislauf. Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen sollten sicherheitshalber mit ihrem behandelnden Arzt sprechen, bevor sie sich den extremen Temperaturen aussetzen. Auch bei zu hohem oder zu niedrigem Blutdruck ist wegen der zuweilen sehr schnellen Gefäßveränderungen Vorsicht geboten. Menschen mit niedrigem Blutdruck steigern die Temperatur möglichst langsam beginnend mit der untersten Bank, während Personen mit hohem Blutdruck mit einer moderaten Form der Abkühlung besser beraten sind. Auch wer körperlich völlig gesund ist, sollte eine Aufenthaltsdauer von höchstens 15 Minuten nicht überschreiten und auch nicht versuchen, unmittelbar aus einer liegenden Position heraus aufzustehen.

Sollten Asthma, Epilepsie oder andere Erkrankungen, die mit akuten Entzündungen einhergehen, vorliegen, sind Saunabesuche aus grundsätzlichen Erwägungen nicht empfohlen.

Schlagwörter:

Keine Kommentare

Schreiben Sie einen Kommentar