Machen Sie Schluss mit der Übersäuerung

Sauer macht lustig? Von wegen! Eine chronische Übersäuerung des Körpers wird für viele Beschwerden und Krankheiten verantwortlich gemacht. Lesen Sie, welche Ursachen eine chronische Übersäuerung hat, welche Gefahren bestehen und wie Sie gegen eine Übersäuerung vorgehen können.

Machen Sie Schluss mit der Übersäuerung

Foto: MilanB / shutterstock.com

Übersäuerung bedeutet, dass der Säure-Basen-Haushalt im Körper gestört ist. So liegt der normale pH-Wert bei rund 7,4 − also leicht im basischen Bereich. Von einer Übersäuerung oder Azidose spricht man, wenn der Wert unter 7,35 sinkt. Eine Azidose ist ein akutes Geschehen. Sie ist lebensgefährlich und muss intensivmedizinisch betreut werden. Symptome können beispielsweise Atemnot, Blutdruckanstieg und Herzrasen sein bis hin zum Koma. In diesem Text soll es jedoch nicht um diese Azidose gehen, sondern um die chronische oder latente Übersäuerung. Ca. 90 Prozent aller Deutschen sollen daran leiden. Falsche Ernährung, Bewegungsmangel, Nikotin- und Alkoholkonsum können den Körper permanent leicht übersäuern und in der Folge zu verschiedensten Symptomen wie z.B. Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Muskelschmerzen führen. Auch Haut, Haare, Nägel, Knochen und Gelenke können u.a. negativ betroffen sein. Jedoch ist das Thema der Übersäuerung umstritten.

Chronische Übersäuerung – Mythos oder Wahrheit?

Vor allem Naturheilkundler setzen auf das Konzept der Übersäuerung und bieten z.B. Fastenkuren oder Nahrungsergänzungsmittel an, um Säuren und Basen im Körper wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Ernährungswissenschaftler sehen das mitunter kritisch. So gibt es zwar basenbildende und säurebildende Lebensmittel, aber ein gesunder Stoffwechsel gleicht in der Regel ein Zuviel an Säure mit verschiedenen Puffersystemen von selbst aus – wenn das Maß nicht überschritten wird. Das soll also kein Freibrief dafür sein, im Übermaß Fleisch und Milchprodukte zu konsumieren. Aber wer sich ausgewogen ernährt, Obst und Gemüse in ausreichenden Mengen isst, der braucht in der Regel nicht zu befürchten, dass von einem ab und zu genossenen Steak der Säure-Basen-Haushalt übermäßig durcheinandergerät.

Chronische Übersäuerung – ins Gleichgewicht mit den richtigen Lebensmitteln

Gleichwohl: Eine Ernährung mit zu viel Fleisch und anderen tierischen Eiweißen, Nikotin- und Alkoholkonsum sind ungesund, nicht nur was das Zuviel an Säure betrifft. Wenn Sie also etwas für Ihre Gesundheit tun wollen, stellen Sie Ihre Ernährung auf eine vollwertige und abwechslungsreiche Kost um. Basenbildende Lebensmittel helfen Ihnen, im Gleichgewicht zu bleiben:

  • Obst und Gemüse. Besonders empfehlenswert sind Bananen, Aprikosen, Kiwi und getrocknete Feigen. Blumenkohl, Karotten, Fenchel und Kartoffeln liefern ebenfalls wenig Säurebelastung.
  • Trinken Sie vorzugsweise Mineralwasser oder Kräutertee.
  • Folgende Nahrungsmittel sollten Sie nur selten konsumieren, da diese zu den säurebildenden Lebensmitteln gehören: Fisch, Fleisch, Wurst, Käse und Quark.

Positiv auf den Stoffwechsel wirkt sich Bewegung an der frischen Luft aus. Sollte trotz einer ausgewogenen Ernährung und sonstigen gesunden Lebensweise der Säure-Basen-Haushalt durcheinander geraten sein, können auch entsprechende Präparate aus der Apotheke unterstützen, das Gleichgewicht wieder herzustellen.

Um den eigenen Stand des pH-Wertes herauszufinden, können Testsreifen zur pH-Wert-Bestimmung im Urin hilfreich sein. Dabei ist zu beachten, dass morgens der Urin in der Regel leicht sauer ist und sich zum Abend hin zu einem leicht basischen Wert bewegt.

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1 Kommentar

  1. Jasmin sagt:

    Toller Beitrag!

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