Was tun bei Konzentrationsproblemen?

Gerade Kinder lernen erst im Laufe vieler Jahre, sich vollends zu konzentrieren und bei einer Sache zu bleiben. Was bei Heranwachsenden noch ganz normal ist, kann bei Erwachsenen privat und beruflich zum festen Problem werden. Dauerkonzentationsstörungen bei Kindern sowie Erwachsenen könnten Azeichen für ADHS, das Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom, sein.

Wie erkennt man eine Konzentrationsschwäche?

Was tun bei Konzentrationsproblemen?

Foto: crazystocker/ shutterstock.com

Bei Kindern

Mangelnde Konzentration entwickelt sich oft völlig unbemerkt. Kinder, welche unter Konzentrationsproblemen leiden, können sich nie lange mit einem Spiel beschäftigen. Jugendliche lassen den Ernst an der Schule vermissen und Erwachsene können nicht auf den Reiz eingehen, den es zu bearbeiten gilt. Menschen mit Konzentrationsschwäche lassen sich schnell von ihrer eigentlichen Aufgabe durch andere Reize ablenken.
Auffälligkeiten bei Kindern, erkennt man zum Beispiel an deren Unfähigkeit, sich im Unterricht oder bei den Hausaufgaben zu konzentrieren. Weitere Signale: Das Kind ist grundsätzlich abgelenkt, teilweise unstrukturiert und neigt vermehrt zu Tagträumen.

Treten solche Symptome stark und wiederholt auf, sollte der Hausarzt weitere Untersuchungen, beispielsweise bei einem Kinderpsychologen, veranlassen.

Bei Erwachsenen

Hier spiegelt sich die Konzentrationsunfähigkeit in folgenden Verhaltensweisen wider:

  • (Häufiges) Vergessen wichtiger Termine
  • keine Geduld für längere Arbeiten
  • Bewusstes Lesen führt schnell zur Überforderung
  • Schon eine kurze Ansprache wirft Betroffene aus dem Konzept
  • Hinauszögern von Aufgaben

Was ist eine gesunde Konzentrationsfähigkeit?

Das Gleichgewicht folgender Faktoren entscheidet über die Aufmerksamkeit einer Person:

  • Wille und Fähigkeit zur Erfüllung einer Aufgabe
  • Emotionale und körperliche Verfassung
    Freude an der Aufgabe
  • Ansprechende Arbeitsumgebung

Eine unbehandelte Konzentrationsschwäche kann Folgen haben. Je länger der Zustand unbehandelt bleibt, desto größer ist die Gefahr weiterer psychischer Erkrankungen.

Was lässt sich tun?

Das Problem erkennen, sich der Schwäche stellen und professionelle Hilfe suchen. Das sind die ersten Schritte in die richtige Richtung. Oft fällt das Eingestehen der Konzentrationsschwäche schwer. Dabei ist ein diagnostizierter Aufmerksamkeitsmangel in der Regel gut behandelbar.

Bei geringem Leistungsabfall können folgende Tipps die Konzentationsfähigkeit anheben:

  • Beruf und Schule: Hier helfen kleine Pausen von etwa 10 Minuten pro Stunde den Akku aufzuladen. Ein angenehmer Spaziergang, eine Massage oder ein Sprint durch den Park sorgen für die Verbesserung unserer kognitiven Leistungen und stimmen zufrieden.
  • Arbeitsbereich: Wenn die Umgebung im Arbeitszimmer lärmbehaftet und sauerstoffarm ist, kann die Konzentration darunter leiden. Frohe Farben, eine ordentliche Durchlüftung und nette Details in der Nähe der Arbeitsmaterialien senken die Spannung und bringen mehr Konzentration in die Arbeit. Störelemente lassen sich begrenzt vermeiden. Handys sollten auf stumm geschaltet und weggelegt werden.
  • Aufgaben: Die Aufgaben nach Wichtigkeit zu ordnen (oder von einfach nach schwer) sorgt für effizienteres Arbeiten. Zudem sollten Betroffene darauf achten, nicht zu viel Arbeit auf einmal anzugehen.

Welche Mittel steigern die Lernfähigkeit?

Neben Bewegung an der frischen Luft, und ausreichend Schlaf, können folgende 10 Vorschläge als Konzentrations-Booster dienen:

  1. Omega-3-Fettsäuren zur achtsamen Stärkung der Konzentrationsfähigkeit (in Kapselform oder flüssig in Apotheken erhältlich)
  2. Pomodoro-Technik (Methode des Zeitmanagements): Aufgabe wird schriftlich festgehalten, den Kurzzeitwecker auf 25 Minuten einstellen, Aufgabe nach 25 Minuten kurz (5 Minuten) beenden und mit einem „X“ markieren. Arbeit fortsetzen und nach vier Zeiteinheiten je 25 Minuten eine längere Pause einlegen.
  3. Eine To-Do-Liste für die Arbeit und für Zuhause erstellen.
  4. Progressive Muskelentspannungs-Technik oder autogenes Training.
  5. Äußere Faktoren beachten, durchdenken und wenn möglich der aktuellen Konzentrationsfähigkeit anpassen.
  6. Gelöste Schwierigkeiten haben einen befreienden Effekt auf Körper und Geist. Deshalb sollte man emotionale Probleme sowie psychische Belastungen eigenständig oder mit Hilfe eines Arztes oder Therapeuten angehen.
  7. Achtsamkeitstraining: Der Körper ist unser Zuhause und so sollten wir ihn auch lebenslang behandeln.
  8. Mehr Spielen, Lachen, Toben: Dies gilt besonders für Kinder. Aber auch Erwachsene brauchen diese Art von „Befreiungsschlag“, um wieder neue Lebensfreude und Konzentrationskraft aufzutanken.
  9. Eine gesunde Ernährung: Diäten setzen unseren Körper unter Dauerstress und unsere Konzentrationsfähigkeit herab. Das gleiche bewirkt eine einseitige oder auch eine zu reiche Ernährung. Vitaminreiche Kost, ausreichende Flüssigkeitszufuhr (gilt besonders für ältere Menschen) und genügend Bewegung in freier Natur besiegen häufig die auftretende innere Unruhe.
  10. Konzentrationsübungen mit Sinn: Die besten Konzentrationsübungen erhalten Ratsuchende beim Arzt oder Therapeuten. Auch gibt es zahlreiche Bücher, die uns in Sachen Konzentration beraten und weiterbringen können.

Kleine Tricks?

Jeder Mensch trägt die Fähigkeit in sich, seine Konzentration zu steigern. Der Eine versucht es mit intensiver Analyse des Geschehens, ein anderer braucht vielleicht ein simples Kaugummi, welches ihn bei konzentrierter Arbeit erfrischt. Ergibt die körperliche Untersuchung keinen Anhaltspunkt auf eventuelle körperliche Beeinträchtigungen, kann zum Beispiel eine Ernährungsumstellung helfen. Auch Konzentrationsübungen, ein Fitness-Programm oder ein Kurzurlaub kann die Konzentration zu neuem Leben erwecken.

Weiterführende Informationen zum Thema Konzentrationsschwäche erhalten Sie jederzeit gerne bei Ihrem Arzt oder Apotheker.

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