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Was ist eine Allergie?

Von Marcus Schulze, Apotheker bei mycare.de
Aktualisiert: 18.08.2021

Frau niest auf der Wiese

Hypersensibilität bei Allergien

Als Allergie wird eine überschießende Abwehrreaktion des Immunsystems auf bestimmte, normalerweise harmlose Stoffe aus der Umwelt bezeichnet. Diese sogenannten Allergene als körperfremde Stoffe sind Auslöser von Hypersensibilitäten. Dies können zum Beispiel Pollen, Schimmelpilze, Tierhaare, Hausstaubmilben oder Insektengift sein. Das Immunsystem verwechselt diese eigentlich harmlosen Substanzen mit gefährlichen Krankheitserregern und setzt alle zur Verfügung stehenden Abwehrmechanismen ein.

Voraussetzung für die Abwehrreaktion des Körpers ist die sogenannte Sensibilisierung, der Erstkontakt, mit einem Allergen. Allergene werden entweder über die Haut oder die Schleimhaut aufgenommen. Die allergischen Symptome können saisonal, etwa zur Zeit des Pollenflugs, oder aber ganzjährig vorhanden sein, wie bei einer Hypersensibilität gegen Hausstaubmilben.

Woher weiß ich, welche Allergie ich habe?

Die Krankheitsanzeichen kommen buchstäblich aus heiterem Himmel: Eine laufende oder verstopfte Nase, die Augen tränen, Kopf- und Gliederschmerzen treten auf. Wichtig ist, den Feind zu kennen, den man bekämpfen will. Aus diesem Grund sollten Sie einen Facharzt aufsuchen, der sich mit Allergien beschäftigt. Meist wird ein Prick-Test durchgeführt, bei dem kleinste Mengen verschiedener Allergene auf die Haut appliziert werden. Die jeweilige Stelle wird oberflächlich angeritzt. Rötungen, Juckreiz und Quaddelbildung deuten auf die Hypersensibilitäten hin.

Liegt eine Hypersensibilität gegen verschiedene Pollen vor, dauern die Beschwerden meist über Monate an. Der Pollenflug beginnt bereits im Januar mit Erle und Hasel und endet im Oktober mit vielen Gräsern. Einige davon gelten als besonders aggressiv, obwohl von ihnen für den gesunden Menschen für gewöhnlich keine Gefahr ausgeht. Gefürchtet und mit steigender Tendenz zu verzeichnen sind Raps und Ambrosia als Auslöser von Heuschnupfen. Im April hat der Pollenflug Hochsaison, sodass von Heuschnupfen betroffene Allergiker schlimmstenfalls sämtlichen Pollenarten ausgeliefert sind. Häufig liegt die Ursache des Heuschnupfens in mehreren Bäumen und Gräsern.

Dabei gilt, dass sich die Hypersensibilität außerdem über die Jahre verschlimmern, aber auch symptomlos verlaufen kann. Ebenfalls hat das Wetter einen Einfluss: Je regenreicher und kühler das Frühjahr verläuft, desto besser geht es Heuschnupfen-Geplagten. Wind kann allergische Reaktionen und den Heuschnupfen verstärken, wenn auch Pollen von Pflanzen in das eigene Wohnumfeld getrieben werden, die sonst dort nicht nachweisbar sind.

Hypersensibilitäten auf bestimmte Nahrungsmittel sind häufig auf eine Kreuzallergie wegen einer Pollenallergie zurückzuführen. Etwa 5 bis 7% der Bevölkerung leiden an einer Nahrungsmittelallergie. Typische Symptome sind Schleimhautschwellungen in Mund und Rachen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und später Quaddeln und Rötungen auf der Haut. Häufige Nahrungsmittelallergien bestehen auf rohes Obst, Nüsse, Schalentiere und Gewürze.

Was für Symptome werden durch Allergien ausgelöst?

Die nachfolgend beschriebenen Krankheitszeichen können auf eine Allergie hinweisen:

  • Allergische Bindehautentzündung: Die Symptome äußern sich in Form von Jucken, gerötete und tränende Augen sowie einem Fremdkörpergefühl im Auge. Zur Linderung der Beschwerden stehen Augentropfen als Allergiemittel zur Verfügung.
  • Kontaktekzem: Zur Auslösung ist der unmittelbare Kontakt zwischen Haut und Allergen notwendig. Die Symptome wie Hautrötung über Knötchen bis hin zu nässenden Bläschen treten nur an der Kontaktstelle auf. Typisch ist, dass das Kontaktekzem von starkem Juckreiz begleitet wird, schubweise verläuft und eine Neigung zur Chronifizierung hat. Zur Behandlung werden häufig Salben oder Cremes mit dem Wirkstoff Hydrocortison verwendet, welche gegen Juckreiz und die Entzündung wirken.
  • Entzündungsreaktion der Nasenschleimhaut: Dieses Symptom äußert sich typisch durch Jucken, Niesen und eine laufende Nase – also die typischen Heuschnupfen-Symptome. Auch der Geruchs- und Geschmackssinn kann beeinflusst sein. Ebenfalls können Gaumen, Rachen, Ohren und Nasennebenhöhlen betroffen sein.
Autor Apotheker Marcus Schulze

Über unseren Autor:

Marcus Schulze | Apotheker in der Kreisel-Apotheke
Ich bin seit 2016 Apotheker und seit Mitte 2017 bei mycare in der Kreisel-Apotheke tätig. Ich berate gerne umfassend zu allen Gesundheitsfragen. Durch ständiges Lernen nach dem Studium erweitere ich meine Beratungskompetenzen abseits der üblichen Medikamente, um so dem Kunden ein breites Wissen anbieten zu können. Mehr erfahren

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Martina, Marketing bei mycare.de

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