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Ab welcher Temperatur ist es Fieber?

Von Ulrike Wendt, PTA bei mycare.de
Aktualisiert: 23.12.2018

Fieber

Ärzte sprechen von Fieber, wenn unsere Körpertemperatur den Normalbereich (von etwa 36,8° C bis 37,5° C) verlässt und plötzlich drastisch ansteigt. Leichtes Fieber ist unangenehm, bedarf aber meist keiner Behandlung durch ein fiebersenkendes Mittel. 39° C gelten bei Erwachsenen, 39,5° C bei Kindern als Grenze. Gerade bei kleinen Kindern sollte jedoch schon bei erhöhten Temperaturen ab 38° C ein Kinderarzt hinzugezogen werden. Die rektale Messung ist zumindest bei kleinen Kindern am besten, für größere Kinder und Erwachsene funktionieren aber auch die anderen Methoden zum Fiebermessen.
Qualitativ hochwertige Fieberthermometer gibt es in verschiedenen Ausführungen: Standard-, Stirn- oder Ohr-Fieberthermometer - in digitaler oder in analoger Form. Wichtig zu wissen ist, dass eine Hyperthermie über 40° C lebensgefährlich sein kann und einer umgehenden medizinischen Behandlung bedarf. Hohe Temperatur kündigt sich meist mit Kopf- und Gliederschmerzen an. Der Patient fühlt sich mitunter matt und weist wenig Appetit auf. Gerade für Kleinkinder bedeutet das jetzt: ausgiebige Bettruhe! Wenn unser Körper mit erhöhter Temperatur beziehungsweise Schmerzen reagiert, sollten wir diese Symptome ernst nehmen und uns schonen.

Was ist wichtig bei hoher Temperatur?

Da die erhöhte Temperatur schnell zu erheblichem Flüssigkeitsverlust führt, gilt bei Fieber stets der Rat: viel und in ausreichenden Mengen trinken. Getränke wie etwa Mineralwasser, Tee und verdünnte Fruchtsäfte gleichen den Flüssigkeitsverlust aus, kühlen und stillen den Durst. Kaffee, Alkohol und Milchprodukte (bei Antibiotika-Einnahme) sollten während der Krankheitsphase möglichst gemieden werden. Auch leichte Kost ist anzuraten, damit der geschwächte Körper schnell gesunden kann und wieder zur normalen Körpertemperatur findet.

Wie kann man das Fieber senken?

Für die Fiebersenkung stehen Ihnen zahlreiche Mittel zur Verfügung, die auch unsere Großmütter schon kannten. Diese fiebersenkenden Maßnahmen sollen schonend und ohne Nebenwirkungen die hohe Temperatur reduzieren. Wadenwickel, Essigsocken und Tees können gute Dienste gegen zu hohe Temperaturen leisten.

Wadenwickel
Wohl jeder kennt aus seiner Kindheit die berühmten Wadenwickel. Dazu tränken Sie Baumwolltücher in kühles Wasser – die Temperatur sollte allerdings nur circa 5 Grad Celsius unter der Körpertemperatur des Patienten liegen – und wickeln jeweils ein Tuch um die Waden. Um diese Wickel wird ein Frotteetuch gelegt. Wichtig: Bei kalten Füßen und Händen ist von dieser Methode abzusehen. Das Krankenzimmer sollte wohl temperiert sein, damit der Kranke nicht friert.

Ingwer
Die Knolle fördert die Durchblutung und wirkt antibakteriell. Damit ist sie ideal, um Hyperthermie zu bekämpfen. Ingwer können Sie in Salaten und Suppen essen. Auch Ingwertee ist möglich. Dafür einfach einen halben Teelöffel geriebenen Ingwer in heißes Wasser geben, fünf bis zehn Minuten ziehen lassen und mit etwas Honig vermischen.

Essigsocken und Essigwickel
Diese funktionieren ganz ähnlich, nur dass hier Apfelessig dem Wasser zugesetzt wird. Apfelessig wirkt antibakteriell und entzündungshemmend, er fördert die Durchblutung und unterstützt das Immunsystem. Für Essigsocken vermengen Sie fünf Teile handwarmes Wasser mit einem Teil Apfelessig. Darin tauchen Sie die Strümpfe ein und wringen sie aus. Diese nassen Socken ziehen Sie über die Waden des Patienten und legen ein Handtuch herum, damit das Bett trocken bleibt. Sobald die Socken die Körpertemperatur erreicht haben, werden sie entfernt (nach ca. 10-15 Minuten).

Holunder
Holunder stärkt wegen seiner vielen Vitamine und Mineralstoffe das Immunsystem. Außerdem hilft er dabei, "schlechte Stoffe" aus dem Körper zu schwemmen. Am besten nehmen Sie Holunder flüssig und heiß als Tee oder Saft zu sich.

Fiebersenkende Medikamente
Wird eine schnelle Hilfe gewünscht, erhalten Sie in Ihrer Apotheke fiebersenkende Mittel. Um eine erhöhte Körpertemperatur zu senken, sind besonders drei Wirkstoffe von Bedeutung:

Letztere sollte allerdings nicht bei Kindern angewandt werden. Achten Sie bei der Einnahme auf die empfohlene Dosierung. Sinkt das Fieber nicht durch die Medikamente, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.
Neben der fiebersenkenden Eigenschaft lindern alle drei auch Schmerzen. Sie werden deshalb häufig im Rahmen von Erkältungskrankheiten mit Beschwerden wie Hals-, Kopf- und Gliederschmerzen eingesetzt.
Treten weitere Symptome wie Husten und Schnupfen auf, können ergänzend entsprechende weitere Präparate angewendet werden oder auch passende Kombinationspräparate. Diese enthalten mehrere Wirkstoffe gegen die Symptome eines grippalen Infekts und helfen dabei, die Hyperthermie zu senken.

Auch die Homöopathie hält geeignete Komplexmittel gegen Erkältungskrankheiten parat, die Ihren Körper bei der Abwehrschlacht gegen Bakterien oder Viren unterstützen.

Autorin PTA Ulrike Wendt

Über unsere Autorin:

Ulrike Wendt | Pharmazeutische Kundenbetreuung
Ich bin seit 17 Jahren Pharmazeutisch-technische Assistentin bei mycare.de. Aufgrund der langen Berufserfahrung und der regelmäßigen Fortbildung sind wir schon Experten in Gesundheitsthemen.

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Martina, Marketing bei mycare.de

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