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Was kann ich bei Hautausschlag tun?

Von Martin Schulze, Apotheker bei mycare.de
Aktualisiert: 04.10.2020

Was kann ich bei Hautausschlag tun?

Als größtes Organ des menschlichen Körpers reagiert die Haut auf eine Vielzahl innerer und äußerer Faktoren mit Veränderungen. Dabei gibt häufig bereits die Form der Hautveränderung erste Hinweise auf mögliche Auslöser und Ursachen. Allerdings können sich diese Hautveränderungen oder Effloreszenzen mit der Zeit auch verändern. Daher wird zwischen den primär auftretenden und den später folgenden sekundären Effloreszenzen unterschieden. Zu den sogenannten Primäreffloreszenzen gehören beispielsweise Flecken, Knötchen, Quaddeln, Bläschen und Pusteln. Im weiteren Verlauf können sich diese Veränderungen ausbreiten oder zu schuppenden beziehungsweise nässenden Ekzemen, Krusten, flächig erhabenen Hautveränderungen, Geschwüren sowie Haut- und Gewebedefekten weiterentwickeln. Je nach Ursache der Hautausschläge können begleitend außerdem auch Symptome wie Juckreiz, Schmerzen und / oder Fieber auftreten.

Schönheitspflege von außen

Besonders pflanzliche Fette eignen sich für die Hautpflege, da sie der natürlichen Lipidschicht sehr ähnlich sind. Infrage kommen zum Beispiel wertvolle Öle aus Argan-Früchten oder Nachtkerzensamen. Auch hochwertiges Olivenöl versorgt die verschiedenen Hautpartien mit hautverwandten Lipidstoffen und schützt sie vor dem Austrocknen. Bei besonders eisigen Temperaturen oder gegen den kalten Wind beim Wintersport kommen sogenannte Cold Creams zum Einsatz: Sie enthalten üblicherweise Wasser, Bienenwachs und pflanzliches Öl und bilden einen sehr fetthaltigen Film zum Schutz gegen die Kälte. Damit es in beheizten Räumen nicht zu einem Hitzestau kommt, sollte diese Crème nach dem Aufenthalt im Freien entfernt werden. Emulsionen mit Urea, Propolis, Aloe Vera oder Gammalinolensäure sind eine gute Hautpflege gegen zu viel Trockenheit. Gammalinolensäure findet sich unter anderem in Lotionen mit Nachtkerzenöl.

Was sind die häufigsten Ursachen für Hautausschläge?

Neben Allergien sind vor allem Viren, Bakterien, Hauterkrankungen und Medikamente Auslöser von Hautausschlägen. Dabei sind die Ursachen jedoch nicht immer einfach zu finden, denn manchmal liegt der Kontakt zu den Auslösern schon einige Zeit zurück. Am einfachsten sind hier noch die Hautausschläge der klassischen Kinderkrankheiten wie Windpocken, Masern, Röteln oder Scharlach zu diagnostizieren, deren Erreger Viren oder Bakterien sind. Aber auch infektiöse sowie nichtinfektiöse Hauterkrankungen sind durch typische Hautausschläge gekennzeichnet. Dazu gehören beispielsweise Neurodermitis, Schuppenflechte und Akne aber auch ansteckende Erkrankungen wie Eiterflechte, Pilzinfektionen oder Krätze. Daneben können Hautausschläge Symptom einer allergischen Reaktion sein oder werden durch den Kontakt zu aggressiven, toxischen Substanzen ausgelöst. Außerdem sollte daran gedacht werden, dass auch Medikamente wie beispielsweise Antibiotika oder psychische Belastungen Hautausschläge verursachen können. Seltener stecken dagegen Autoimmunerkrankungen der Haut, Gefäßentzündungen oder andere Systemerkrankungen hinter den oftmals unangenehmen und belastenden Hautausschlägen.

Damit Viren und Bakterien keine Angriffsfläche haben, ist es wichtig, die Haut zu pflegen. Trockene und juckende Hautstellen können ansonsten unter Umständen zu den beschrieben Hautausschlägen führen. Daher braucht die Haut zu jeder Jahreszeit Pflege, besonders im Winter. Der ständige Wechsel zwischen kalter Außenluft und trockener Heizungsluft entzieht dem Derma Feuchtigkeit. Mit ihrer Fläche zwischen 1,5 und 2 Quadratmetern und einem Gewicht von 3,5 bis 10 Kilogramm (je nach Größe und Gewicht der Person) ist die Haut das größte Organ des menschlichen Körpers. Sie hat vielfältige Funktionen, ist sie doch zugleich Sinnesorgan, Anzeiger für unsere Befindlichkeit und Schutzschild gegen Keime, Licht und Austrocknung. Auch der Temperaturausgleich zählt zu ihren Aufgaben: Ist es kalt, werden das Derma und das darunter liegende Fettgewebe weniger durchblutet und dienen so der Isolation. Allerdings kommt es bereits ab einer Temperatur von acht Grad Celsius zu einer reduzierten Produktion der Talgdrüsen, die ohnehin mit zunehmendem Alter weniger Lipide herstellen. Der schützende Fettfilm nimmt also ab, trockene Hautstellen entstehen und Bakterien können leichter eindringen. Selbst ansonsten anspruchsloses Derma neigt dann zu Rötungen, Sprödigkeit oder Juckreiz.

Autor Apotheker Martin Schulze

Über unseren Autor:

Martin Schulze | Leitung Versandapotheke
Seit über 10 Jahren bin ich Apotheker bei mycare.de. Ich versorge, berate und informiere über Arzneimittel, Medizinprodukte und apothekenübliche Produkte. Dazu gehören auch Leistungen im Rahmen der Gesundheitsförderung und der Vorbeugung von Krankheiten.

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Martina, Marketing bei mycare.de

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