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Mehr Haarausfall bei Kälte?

Von Janet Baron, Apothekerin bei mycare.de
Aktualisiert: 18.11.2020

Mehr Haarausfall bei Kälte?

Der Herbst bringt, wie alle Jahreszeiten, Veränderungen mit sich. Die Temperaturen sinken allmählich und die Tage werden kürzer. Diese Umstellungen wirken sich auch auf den menschlichen Körper aus. Neben der einsetzenden Grippe- und Erkältungssaison leiden einige Menschen unter zunehmenden Haarverlust und beklagen sich über dünnes und brüchiges Haar.

Saisonaler Haarausfall ist keine ungewöhnliche Erscheinung und in vielen Fällen ganz natürlich. Wir Menschen verlieren allein am Kopf täglich 100 bis 150 Haare. Das klingt zwar erst einmal viel, ist aber ganz normal. Der vermehrte Ausfall unserer Haare im Herbst & Winter lässt sich durch die natürlichen Wachstumszyklen eines Haares begründen. "Ausgewachsene" Haare ruhen rund 100 Tage, bevor sie ausfallen. Bei vielen Menschen beginnt diese Ruhephase im Juli, sodass es dann in den Herbstmonaten zum Haarverlust kommt. Sie müssen daher keine Angst haben. Ihre Haare wachsen in der Regel in kurzer Zeit wieder nach.

Am häufigsten verbreitet und am ehesten bekannt ist die durch Erbanlagen und das natürliche Älterwerden bedingte Alopezie. Sollten Ihre Haare von Alopezie, also sichtbar kahlen, haarlosen Stellen auf der Haut betroffen sein, kann dies im Herbst & Winter stärker auftreten als gewöhnlich. Bei Männern sorgt der Haarverlust meist für sogenannte Geheimratsecken und verursacht hufeisenförmige kahle Stellen an der Stirn. Bei Frauen ist diese Form der Alopezie vorzugsweise in Form einer Lichtung der Kopfhaare am Mittelscheitelbereich zu finden.

Wie wirkt sich Kälte auf Haarausfall aus?

Menschen, die bereits an Alopezie leiden, haben es in den Wintermonaten meist noch schwerer. Bei kalter Luft ziehen sich nämlich unsere Gefäße enger zusammen. Unsere Haut und auch die Kopfhaut werden schlechter durchblutet. Damit können weniger Nährstoffe in die Haarwurzeln gelangen, wodurch diese dann wiederum an Stärke verlieren. Die Folge: das Haarwachstum wird gehemmt und der Haarverlust beschleunigt. Eine Lösung, um den Kopf warm zu halten, ist das Tragen einer lockeren Mütze im Freien. Beachten Sie, dass eine zu fest sitzende Mütze wiederum kontraproduktiv wäre und die Haare leichter austrocknen und abbrechen könnten. Eine zusätzliche Empfehlung ist hier, die Kopfhaut besonders in der Heizsaison mit einem qualitativ hochwertigen Haarfluid täglich zu verwöhnen und damit in ihrer natürlichen Funktion zu unterstützen .

Gibt es noch andere Ursachen für saisonalen Haarausfall?

Die Herbst- und Wintermonate bringen neben den eisigen Temperaturen auch andere Tücken mit sich, die Auswirkungen auf die Haare haben können. Dazu gehören unter anderem:

 

  1. Weniger Sonnenlicht: Durch die langsam abnehmende Lichtintensität der Sonnenstrahlen nimmt der Körper oftmals nicht mehr genügend Vitamin D auf. Dieser Mangel wirkt sich einerseits auf die Wachstumszyklen der Haare aus, andererseits verschlechtert sich auch die allgemeine Durchblutung. Damit können weniger Nährstoffe in die Haarwurzeln gelangen, was wiederum das Haarwachstum hemmt und zu Haarausfall führen kann.
  2. Ungesunde Ernährung: In der Herbst- und Winterzeit, vor allem an Weihnachten, ändern sich gerne mal unsere Ess- und Trinkgewohnheiten. Deftige und süße Speisen, dazu hin und wieder ein Glühwein oder das eine oder andere Glas Sekt mehr. Gerade Menschen, die sonst eher keinen Alkohol trinken, konsumieren zur Weihnachtszeit gerne mal mehr als sonst üblich. Ein Problem dabei ist, dass durch Alkohol unser Körper mehr Flüssigkeit verliert, als für ihn gesund ist. Das liegt daran, dass Alkohol ein Hormon behindert, welches für die Flüssigkeitsausscheidung verantwortlich ist. Wasser ist für unsere Zellen und einen funktionierenden Stoffwechsel aber lebensnotwendig, sogar unsere Haare bestehen zu einem kleinen Anteil aus Waser. Eine einseitige Ernährung kann aber auch zu einem Nährstoffmangel führen, welcher den Haarausfall zusätzlich begünstigt.
  3. Fehlende Bewegung: Wer viel isst wird auch schnell müde. Kurze Tage und eisige Temperaturen machen es uns dazu umso schwerer sportlichen Aktivitäten im Freien nachzugehen. Da wir uns weniger bewegen, wird auch unser Kreislauf weniger angeregt. Säuren und Gifte setzen sich so in unseren Zellen ab und belasten das Immunsystem. Das Säure-Base-Verhältnis unseres Körpers gerät in Folge aus dem Gleichgewicht, was unter anderem Haarverlust fördern kann.
  4. Erhöhter Stress: Das Stress eine Wirkung auf Haarausfall haben kann ist bereits bekannt. Die Wochen rund um die Weihnachtszeit werden von vielen Menschen als besonders stressig empfunden. In dieser Zeit kommen im Allgemeinen einige Sachen zu kurz. Besonders die Erholungs- und Ruhezeiten, für die Weihnachten im eigentlichen Sinn steht, gehen im Vorweihnachtsstress häufig unter.

 

Wie kann ich mein Haar effektiv schützen?

Um sich effektiv vor saisonalen Haarausfall zu schützen gibt es viele verschiedene Mittel. Wichtig ist dabei zu verstehen, dass die besten Mittel und Tipps der Vorbeugung dienen. Achten Sie also in den Herbst- und Wintermonaten darauf möglichst eine warme und lockere Mütze zu tragen, um Ihre Kopfhaut vor der Kälte zu schützen. Bleiben Sie nicht den ganzen Tag zu Hause, sondern gehen Sie gelegentlich mal spazieren und genießen die Sonne. Obwohl die Sonnenstrahlen im Winter in unseren Breitengraden in der Regel nicht kraftvoll genug sind, um die körpereigene Vitamin D Produktion ausreichend anzukurbeln, unterstützen wir unseren Körper damit und tun viel für das Herz-Kreislauf-System, die Durchblutung und den Stoffwechsel. Unter Umständen kann ein Nahrungsergänzungsmittel mit Vitamin D in der dunklen Jahreszeit zu empfehlen sein. Unter Umständen sind Sie mit einer Nahrungsergänzung von mindestens 1000 IE Vitamin D pro Tag in der dunklen Jahreszeit gut beraten . Beachten Sie dennoch, dass die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln mit dem behandelnden Arzt besprochen werden sollte.

Erholungsphasen sind wichtig, um Körper und Geist von den Strapazen der Woche zu regenerieren. Versuchen Sie sich also auch in stressigen Wochen eine Auszeit zu gönnen. Nehmen Sie ein entspannendes Bad, lesen Sie ein gutes Buch und genehmigen Sie sich eine wohltuende Tasse Tee.

Autorin Apothekerin Janet Baron

Über unsere Autorin:

Janet Baron | Stellvertretende Leitung Heimversorgung
Seit 2013 bin ich Apothekerin und startete 2014 bei mycare in der Heimversorgung. Mit der Fachweiterbildung „Pharmazie in der Geriatrie“ erlangte ich die Voraussetzung für ein qualifiziertes Medikationsmanagement für unsere geriatrischen Patienten sowie die tägliche praktische Anwendung in der Heimversorgung. Zudem führe ich Schulungen zu aktuellen Themen für Laien und Fachpersonal durch. Mehr erfahren

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Martina, Marketing bei mycare.de

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