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Was ist Schwangerschaftsdiabetes?

Von Lisa Stenschke, Apothekerin bei mycare.de
Aktualisiert: 26.08.2020

Schwangerschaftsdiabetes

Die Zuckerkrankheit gehört mit 4 % zu den häufigsten Begleiterkrankungen in der Schwangerschaft. Meistens verschwindet Schwangerschafts- bzw. Gestationsdiabetes unmittelbar nach der Geburt von selbst wieder. Das Tückische am Schwangerschaftsdiabetes ist, dass er sich nicht durch Beschwerden bemerkbar macht. Der Arzt stellt die Diagnose, wenn es beim Zuckerbelastungstest in der 24. und 27. Woche der Schwangerschaft erstmals zu erhöhten Blutzuckerwerten kommt. Für die Regulation des Blutzuckerspiegels ist das Hormon Insulin notwendig, welches die Bauchspeicheldrüse produziert. Vor allem in der 2. Hälfte der Schwangerschaft wird eine größere Menge Insulin benötigt und wenn ungenügend davon produziert wird, steigt der Blutzucker. Nach der Geburt sinkt der Insulinbedarf und der Blutzuckerspiegel normalisiert sich.

Behandlung

Eine Erkennung und Behandlung des Schwangerschaftsdiabetes ist sehr wichtig, da ein nicht unwesentlicher Teil der betroffenen Mütter im späteren Leben an einer bleibenden Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus Typ 2) leidet. Das Risiko kann deutlich gesenkt werden, wenn Sie Ihren Lebensstil der Erkrankung anpassen.

Schwangerschaftsdiabetes wird meistens in Form einer Ernährungsumstellung behandelt. Im Vordergrund stehen dabei vor allem die Reduktion der aufgenommenen Kalorien sowie die Begrenzung von Kohlenhydraten. In seltenen Fällen ist eine Insulintherapie notwendig.

Risikofaktoren

Ein höheres Risiko an Schwangerschaftsdiabetes zu erkranken, haben vor allem übergewichtige Frauen mit mangelnder Bewegung und/oder ungesunder Ernährung. Als weitere Risikofaktoren gelten familiäre Vorbelastung, Spätgebärende (über 35 Jahre), wenn man ein Kind mit hohem Geburtsgewicht zur Welt gebracht hat (über 4 kg) oder an bestimmten Erkrankungen, wie dem polyzystischen Ovarsyndrom, leidet.

Vorbeugung

Achten Sie darauf Weißmehlprodukte und Zucker zu meiden. Denken Sie daran, dass auch viele Obstsorten jede Menge Zucker enthalten und kombinieren Sie Früchte daher mit fettarmen Milchprodukten. Ergänzen Sie Ihren Speiseplan mit ausreichend rohem und gekochtem Gemüse. Essen Sie lieber mehrere, aber überschaubare Portionen am Tag und verteilen Sie die Kohlenhydrate gleichmäßig. Eine Mahlzeit sollte aus 50 % Kohlenhydraten, 20 % Eiweiß und 30 % gesunden Fetten bestehen. Eine gezielte Nahrungsergänzung mit Mikronährstoffen sichert die Versorgung von Mutter und Kind.

Autorin Apothekerin Lisa Stenschke

Über unsere Autorin:

Lisa Stenschke | Apothekerin in der Robert-Koch-Apotheke
Seit 6 Jahren bin ich Apothekerin und von Anfang an mit Herzblut hauptsächlich in den Vor-Ort-Apotheken von myCare e.K. im Einsatz. Eine kompetente, umfassende und vertrauensvolle Beratung der Patienten ist mir sehr wichtig. Auch bei Instagram und Facebook freue ich mich bei "Frag Lisa" auf euer Interesse an unseren Produkten.

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Martina, Marketing bei mycare.de

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