Radfahren – Fitness für jedes Alter

Um von den gesundheitlichen Vorteilen des Radfahrens zu profitieren, ist es vollkommen unnötig, den Teilnehmern der Tour de France nachzueifern. Schon eine gemächliche Fortbewegung mit dem Rad, etwa dreimal pro Woche für je eine halbe Stunde, erhöht die Fitness und hält gesund. Radfahren kann man übrigens in jedem Lebensalter.

Foto: Noom Peerapong / shutterstock.com

Foto: Noom Peerapong / shutterstock.com

Wie alle Ausdauersportarten wirkt sich auch das Radfahren positiv auf den gesamten Stoffwechsel aus. Wer ab dem mittleren Lebensalter noch regelmäßig Fahrrad fährt,

– senkt sein persönliches Risiko einer schweren Herz-Kreislauf-Erkrankung um die Hälfte,
– steigert die Kondition,
– hält den Stoffwechsel auf Touren
– und trainiert vor allem den Herzmuskel.

Natürlich halten auch Joggen oder Walken fit. Doch aufgrund der Verlagerung von 80 Prozent des Körpergewichts auf den Fahrradsattel werden beim Radfahren Hüfte, Knie- und Fußgelenke kaum belastet und selbst bestehende Arthrosen sind kein schmerzhafter Einschränkungsgrund. Im Gegenteil, die schonende gleichmäßige und zyklische Bewegung lässt die Synovialflüssigkeit fließen, die die Gelenkknorpel mit Nährstoffen versorgt und das Fortschreiten der Arthrose wird auf diese Weise unter Umständen sogar verlangsamt.
Wer grundsätzlich beweglich ist, über ein gutes Balancegefühl, gutes Seh- und Hörvermögen verfügt, der kann auch als Senior unbesorgt aufs Rad steigen – denn Radfahren verlernt man nicht, wie das Sprichwort sagt.

Power-Therapie für Seele und Atemwege

Radfahren macht gute Laune: Wer an einem schönen Tag durch die Natur strampelt, der baut Stress ab und verbrennt obendrein noch überschüssige Kalorien. Die Getränke sollten hierbei nicht vergessen werden. Mit eine ausgeglichen Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt fällt die Anstrengung viel leichter. Und wer auf dem Weg zur Arbeit oder zum Einkauf das Auto gegen das Fahrrad vertauscht, schont obendrein die Umwelt und staut nachweislich weniger Aggressionen auf als genervte PKW-Fahrer. Mit Ausdauersport ist es sogar möglich, Depressionen zu begegnen, das ist wissenschaftlich nachgewiesen. All das gilt für junge Menschen ebenso wie für Best Ager.
Eine weitere gute Nachricht für alle, die sich beispielsweise mit einer chronischen Bronchitis oder Asthma plagen: Die stetige kontrollierte Belastung beim Radfahren stärkt die Lunge, die sich dabei entfalten und stetig arbeiten muss. Oft bringen schon ein bis zwei Wochen tägliches Radfahren spürbare Besserung, wenn die Lungen und Bronchien ordentlich „durchgepustet“ werden.

Mehr Mobilität, Technik, Sicherheit

Ausgeklügelte Schaltungen, ein tiefer Durchstieg statt der Herrenstange und drei statt nur zwei Rädern: Auch für sicherheitsbewusstere Senioren sind geeignete Räder im Handel. Der ADAC bietet Verkehrstraining an, geführte Radtouren sorgen für sportliche Abwechslung mit Gleichgesinnten. Wer das Fahrrad regelmäßig als Alternative zum Auto nutzen möchte, körperlich vorgeschädigt ist oder ganz einfach zermürbende Steigungen rund um den Wohnort meistern will, dem sei ein E-Bike empfohlen. Anfängliche technische Schwächen gehören weitgehend der Vergangenheit an. Auch ältere Menschen können damit relativ „locker“ wieder einsteigen, die Mobilität genießen und neue Kondition aufbauen.

Schlagwörter:

Keine Kommentare

Schreiben Sie einen Kommentar